Wer sucht, der findet – und im Zweifel auch sein Rad.

19. Januar 2014

LOCK8 heißt ein Produkt, dass es noch gar nicht gibt. Oder sagen wir, das es noch nicht zu kaufen gibt. LOCK8, abgeleitet von „locate“, ist das erste smartphonegesteuerte Fahrradschloss. Per App lässt es sich öffnen, per GPS gleich das ganze Rad lokalisieren und per Detektor meldet es jeden Fahrraddieb. Soweit in der Theorie…

Doch wie sieht es in der Praxis aus? Hält das System, was es verspricht? Wofür steht die Marke?

Vor zwei Jahren hatten die beiden Oxford-Studenten Franz Salzmann und Daniel Zajarias-Fainsod die Idee, das Fahrradschloss auf eine neue technologische Ebene zu heben. Dabei standen offenbar zwei Aspekte im Fokus: Ein guter Alarmschutz und die Möglichkeit, ein gestohlenes Rad zu lokalisieren. Dabei setzt das System auf eine ganze Palette an Sensoren, die auf Bewegung, Bohrmaschinen, Sägen, Bolzenschneider, Eisspray und einiges anderes reagieren und umgehend den Besitzer alarmieren.

Dass sich das entwickelte Schloss auch per Smartphone öffnen lässt, war offensichtlich nur die logische Folge der eingesetzten Software. Doch gerade dieses Feature eröffnet dem Schloss-System ein enormes Potential. So lässt sich der Zugang per Benutzerverwaltung steuern und nicht nur Freunde könnten per zugesandtem Key mit dem eigenen Smartphone auf das Rad zugreifen – auch kommerzielle Radverleiher können so den Zugang zu ihren Rädern zeitlich und personell steuern – und wenn man es weiterspinnt, könnte auch jeder Radler seinen Drahtesel weitervermieten (Stichwort: Bikesharing-Community).

Ende letzten Jahres hat LOCK8 bei mehreren Investoren einen einstelligen Millionenbetrag eingesammelt. Darunter auch Horizons Ventures, die bereits in Facebook, Skype und Spotify investiert haben. Mitte diesen Jahres soll das Smart-Lock lieferbar sein, Vorbestellungen sind bereits möglich. Das Konzept kling gut, die Visuals machen Lust auf mehr und wenn das Schloss hält, was der Hersteller verspricht, ist der Preis von rund 150 Euro auch durchaus im Rahmen.

Interessantes Interview mit einem der Gründer und einer Demo des Systems:

LOCK8 ist übrigens nicht das einzige System, das in den Startlöchern steht. In Berlin schickt sich unter dem Label CLYC ein ähnliches Produkt an, den Markt der Fahrradschlösser aufzubohren. Wann es hier soweit ist, steht allerdings noch in den Sternen.

Am Ende bleibt eine Frage: Wann kommt das erste Schloss für mein Smartphone? Denn wenn das mal weg ist, kriege ich auch mein Fahrrad nicht mehr auf 😉

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