Die dunkle Seite der Fledermaus

3. November 2013

Ich muss zugeben, dass ich nie ein großer Batman-Fan war. Meine Superhelden hießen Benny Bärenstark, Lucky Luke und Superman. Mit dem Fledermaus-Hype konnte ich mich nie so richtig anfreunden. Vor allem, wenn dann noch der tuntige Robin mit rumhoppste, war mir die Kiste einfach zu albern. Mit „The Dark Knight“ hat mich Christopher Nolan 2008 dann aber bekehrt. Und auch wenn die Fortsetzung 2013 („The Dark Knight rises“) nicht an die 2008er Fassung herankommt, ist sie dennoch eine Bestätigung der neuen, unperfekten und wunderschönen Marke „Batman“.

Was macht einen Superhelden zur Marke?

Es ist die „menschliche“ und düstere Inszenierung. Aber auch die detaillierte durchgestaltete Farb- und Formsprache, die Nolan hier etabliert hat. Es sind aber auch die gar nicht so glatten Hauptdarsteller Christian Bale, Heath Ledger (Oscar, rip) und Gary Oldman die dem Film und den Figuren eine unverwechselbaren Charakter geben. Hut ab. Kein Hollywood-Mainstream – und vor allem meilenweit entfernt von der Batman-Figur, die wir aus den Originalcomics kennen.

Christopher Nolan hat aus der Fledermaus eine Marke geschaffen, die sich weit dehnen lässt und nicht nur als Filmheld funktioniert. Der Film spielte bei Produktionskosten von 185 US-Dollar über eine Milliarde US-Dollar ein.

Wie? Was? 2008? Das ist ja ewig her. Sogar ewig und drei Tage.
Stimmt! Und weil dieses Werk von 2008 mich seit fünf Jahren zum Batman-Fan gemacht hat und im Vergleich mit Vergänglichkeiten wie den ganzen Emmerich-Weltuntergängen, inzwischen humorlosen James-Bond-Teilen und uncharismatischen Prime-Time-Serien einfach durch Einzigartigkeit besticht – genau darum hat „Dark Knight“ den Titel „Marke des Monats November“ verdient.
(Okay, ich gebe zu: Es müsste eigentlich eher eine undatierte Ehrenauszeichnung sein. Aber in den düstern November passt der düstere Flatterfreund einfach gerade ganz gut.)

Oder um es mit dem Joker zu sagen: „Nicht gleich auf den Kopf – das verwirrt das Opfer.“ 😉

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