Brauchen wir Belgien?

9. Juni 2013

Wenn man an Belgien denkt, fallen einem ein paar typische Dinge ein: Brüssel als Sitz der EU, eine komplizierte Dreisprachigkeit mit Zwietracht zwischen den Walonen und Flamen, belgisches Bier (mit einigen sehr zweifelhaften Aromarichtungen), natürlich Pommes Frites – und das aus meiner Sicht Leckerste: Schokolade.

Die Belgier haben Schokolade zwar nicht erfunden, aber durch so wunderbare Marken wie Neuhaus und Godiva auf einen neuen Gipfel des Genusses gehoben. Den Beweis haben wir vor zwei Tagen mit eigenen Augen, Händen und Ohren in den Brüssler Räumen der Schokoladenmanufaktur Zaabär erleben dürfen.

Im Rahmen eines Schokoladen-Workshops wurden wir für eine viel zu kurze Zeit zu kleinen Chocolatiers – und durften (nach einigen Infos über die Herkunft und Produktion von Schokolade) eigene Kreationen in Form von Tafelschokolade, Pralinen und Schokotalern anfertigen. Im Grunde ist das Ganze recht simpel, macht ungemein Spaß und die Hälfte der Dekoration füllt den eigenen Mund (statt die Oberfläche der flüssigen Schokolade). Backen ohne Naschen ist eben nischt 🙂

Was den Rahmen des Workshops aber besonders machte, waren die Profis vor Ort. Extrem nette, schlagkräftige und vor allem routinierte junge Chocolatiers gaben dem Ganzen die besondere Note. Es war schnell klar, dass das Konzept der Marke nicht bei der Verpackung endete, sondern in allen Bereichen konsistent weitergeführt wurde. Nur, wer dem Kunden das Gefühl vermitteln kann, dass man Schokolade „lebt“, kann auch wirklich überzeugen. Und dafür geben Kunden dann gerne einfach mal viel mehr aus, als sie im normalen Ladengeschäft tun würden. Ein weiteres Beispiel dafür, dass konsequente Markenführung erlaubt, höhere Preise am Markt durchzusetzen.

Das Ergebnis durften wir übrigens dann stolz in einer sehr stilvollen, silbernen Thermotüte mit nach Hause nehmen (oder direkt vernaschen).

Die Idee, Schokolade und Workshop zusammenzubringen ist nicht neu. Zaabär hat diese sehr wertig, kompromisslos und vor allem lukrativ umgesetzt. Dafür küren wir das kleine Label aus Brüssel zur „Marke des Monats Juni“.
Und das beantwortet auch die Frage aus dem Titel dieses Artikels.

P.S.: Wird Zeit, mal wieder ins Fitnesstudio zu gehen 😉

Bildquelle Kopfbild: EverJean via Flickr

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