Vor der Mode sind alle Menschen ungleich

25. Februar 2013

Ein europäisches Modelabel, das in den vergangenen Jahren eine Erfolgskurve sondergleichen vorweisen kann ist Desiqual aus Spanien. Gegründet auf Ibiza, großgeworden in Barcelona: Desiqual macht wunderbare, straßentaugliche Mode, die in eigenen Stores und vielen Instore- und Verkaufsflächen zu finden ist.

Eine besondere Aura verleiht dem Label sein Gründer und kreativer Kopf Thomas Meyer. Es gibt kaum ein scharfes Foto von ihm, geschweige denn ein Interview. Sein letzter kolportierter Auftritt vor Studenten der Wirtschaftshochschule Esade in Barcelona zeigt ein Bild des schweizer Aussteigers, der in den achtziger Jahren dem Label das Blumenkinder-Image verliehen hat – von dem es noch heute lebt …

Auf die Frage nach seinem Erfolg antwortete er mit drei Punkten:

  1. Eine faszinierende Idee, mit der Kunden, die schon alles kennen, noch überrascht werden
  2. Die Idee, die Gesellschaft zum Besseren zu transformieren
  3. Verantwortung für die Folgen des eigenen Tuns übernehmen

Die Geschichte der Marke erzählt, dass Meyer Ende des Sommers 1983 auf Ibiza aus einem Posten von 3.000 Jeans Jacken im Patchwork-Stil flickte. Ein Stil, der Desiqual bis heute prägt: Bunt, voller Muster und vielfacht bestickt. So kennen und lieben Desiqual-Fans ihre Marke.

Gemeinsam mit dem ehemaligen Bang-&-Olufsen-Manager-Manager Manel Adell (man lernte sich beim Atlantik-Segeltörn kennen) führt Meyer das Unternehmen – und seit Adell an Bord ist, hat sich die Expansionfreude vervielfacht. Desiqual eröffnet in den Shoppingmetropolen und an den besten Plätzen. New York, Pariser Opernplatz, Oxford Street in London, Düsseldorfer Kö oder in der Nähe der Gran Via in Madrid. Auch viele internationale Flughäfen beglücken Gäste mit einem eigenen Desiqual-Store.

Doch Desiqual macht nicht „mal eben“ einen Store auf. Und wie eröffnet man einen Shop mit passendem Presseecho? Desigual macht das auf die ganz eigene Weise: Wer in Unterwäsche kommt, darf sich auf Kosten des Labels neu einkleiden. Oder man lässt eine „Kissparty“ steigen, bei der es zum Massenküssen kommt.

 

2009, mitten in der Wirtschaftskrise, meldete das 1984 gegründete Label ein Umsatzwachstum von 80%. Das kann sich sehen lassen. 2011 lag der Umsatz bei rund einer halben Milliarde Euro. Über den Gewinn schweigt sich das Unternehmen aus.

Für uns ist Desiqual ungewöhnlich normal, besonders lebensfroh und die „Marke des Monats Februar“.

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